05.02.19

[Bloggerkooperation] Mein Beitrag zum Thema Valentinstag

Vor einiger Zeit habe ich mich mit ein paar lieben Mädels zusammen getan, um eine Bloggerkooperation zu bilden. Im Februar bin ich zum ersten Mal dabei. Ich habe euch hier bereits in der Ankündigung davon erzählt.
Wir haben beschlossen, dass jeder etwas zum Thema Valentinstag beiträgt. In dem Link zur Ankündigung könnt ihr sehen, wer sonst noch dabei ist. Oder in meiner Sidebar.
Da ich eigentlich gar nicht so der Typ dafür bin, weil das für mich eigentlich - trotz jahrelanger Beziehung und Ehe - kein Tag von Bedeutung ist, kann ich nicht sooo viel dazu beisteuern.
Kein Makeup, was an diesem Tag besonders gut aussehen würde. Kein Outfit, was vielleicht passend wäre oder Vorschläge, wohin man gehen könnte.
Ich habe mich daher beschlossen, eine kleine Geschichte zu schreiben. Erstens, weil das für mich eine gute Übung ist und zweitens, weil ich mich so manchmal am besten ausdrücken kann.
Ich gratuliere jetzt schon mal jedem, der sich diese Geschichte durchliest und wünsche euch viel Spaß damit. Es tut mir leid, dass ich mich mal wieder nicht kurzfassen konnte. *lach*
Lasst mich doch einfach wissen, ob sie ihr sie gelesen habt und falls ja, wie sie euch gefallen hat.

Valentinstag

Valentinstag.
Eigentlich bin ich nicht der Typ, der sich etwas aus Tagen wie diesen macht, aber heute soll alles anders sein.
Heute möchte ich der wunderschönsten Frau der Welt endlich meine Liebe gestehen. Schon vor einigen Monaten haben wir uns kennengelernt und auch schon das eine oder andere wunderschöne Date gehabt.
Was wir füreinander fühlen ist dabei allerdings nie zur Sprache gekommen. Und das möchte ich heute ändern.
Bereits vor einigen Tagen habe ich sie für den heutigen Tag zu mir eingeladen.
Zu einem Essen zu zweit.
Zu einem Essen, dass ich selbst zubereiten würde.
Bislang sind wir immer ausserhalb unserer vier Wände essen gewesen und dementsprechend nervös stehe ich jetzt schon seit geschlagenen zwei Stunden in meiner Küche.
Schon früh am Morgen habe ich mich ins Getümmel unseres örtlichen Supermarktes gestürzt, um alles für das Essen zu besorgen.
Ein einfaches, kleines, aber mit viel Liebe gekochtes 2 Gänge - Menü.
Als Hauptgericht Süßkartoffelpüree mit gebratenem Hähnchenfilet und einem kleinen Salat, sowie als Nachtisch eine Herrenspeise.
Ein Nachtisch, den meine Großmutter früher immer auf den Tisch gezaubert hatte. Obwohl ich ihr einziger Enkel war, hat sie das Rezept an mich weitergegeben.
Oder vielleicht auch gerade deshalb.
Dennoch habe ich das Rezept nach ihrem Tod nie wiede genutzt. Ich habe es einfach für einen besonderen Moment aufheben wollen.
Für einen besonderen Menschen.
Und dieser Mensch ist Luisa.
Sie hat mein Herz einfach im Sturm erobert. Sie hat mich Dinge tun und denken lassen, die ich schon lange in meinem Inneren verschlossen habe.
Sie hat mich vollkommen gemacht und genau das möchte ich ihr heute gestehen.

Ein paar Stunden später laufe ich nervös in meiner Wohnung auf und ab. Vermutlich öffnet sich in den nächsten Minuten ein Burggraben rund um mein Sofa, so lange laufe ich inzwischen schon hin und her.
Ich habe mich sogar etwas in Schale geschmissen und zu meiner schwarzen Jeans, ein schlichtes weißes, etwas enger anliegendes Hemd gewählt. Auf eine Jacke habe ich verzichtet, aber die kann ich immer noch überwerfen, falls wir uns doch dazu entschließen sollten, die Wohnung zu verlassen.
Schlichte Schwarze Turnschuhe und die silberne Armbanduhr, die ein Erinnerungsstück an meinen Vater ist, runden das ganze Outfit etwas ab.
Als es klingelt, zucke ich etwas zusammen, spüre sofort, dass meine Nervosität noch etwas weiter ansteigt.
Direkt steuere ich auf die Tür zu, betätige den Summer und lehne mich anschließend etwas gegen den Türrahmen.

Dadurch, dass ich im fünften Stock einer Wohnanlage lebe, weiß ich, dass es mit dem Fahrstuhl einige Minuten dauern wird, bis Louisa das Stockwerk betreten wird.
Mit meinem Blick fixiere ich die Fahrstuhltüren, die sich direkt gegenüber von meiner Wohnung befinden.
Es hat den Anschein, als würde ich damit bezwecken wollen, dass sich der Fahrstuhl ein wenig schneller nach oben bewegt.
Als sich die Türen endlich öffnen, halte ich im ersten Moment den Atem an. Louisas Anblick verschlägt mir diesen fast für einen Augenblick.
Ihr dunkelrotes Kleid umschmeichelt perfekt ihre Kurven. Es zeigt so viel und bedeckt doch genau so viel, dass es nicht billig wird.
Die schwarzen Pumps, die sie dazu gewählt hat, lassen sie um ein paar Zentimeter größer entscheiden, während ihre langen, schwarzen Haaren in leichten Wellen locker auf ihre Schultern fallen.
“Louisa.. “, begrüße ich sie leise und mit einem sanften Lächeln auf die Lippen. Meine Hand in ihre Richtung ausstreckend fordere ich sie indirekt auf, zu mir zu kommen.
Ein Lächeln umschmeichelt ihre Lippen. “Hallo Max.”, Noch während diese zwei Worte ihre Lippen verlassen, ergreift sie meine Hand.
“Du siehst wunderschön aus.”
Flüsternd erklingt meine Stimme und doch meine ich jedes Wort davon ernst. Für einen kurzen Moment kommt es mir so vor, als würden sich ihre Wangen ins Rötliche färben.
“Danke.”, Mehr erwidert sie nicht.
Einen Moment lang sehen wir uns lediglich an, bevor ich ihr einen kurzen Kuss auf die Lippen hauche.
Es ist nicht unser erster Kuss und doch fühlt sich jede weitere Berührung, die ich erhaschen oder an sie vergeben kann, wie ein Traum an.
“komm rein.”, fordere ich sie sanft auf und trete an die Seite, lasse sie zuerst eintreten. Sofort schenkt sie mir ein weiteres Lächeln, ehe sie an mir vorbei ins Wohnzimmer schlendert.
Dort angekommen kann ich anhand ihrer Körperhaltung vernehmen, dass sie etwas überrascht zu sein scheint.
Ich habe es vorgezogen, den Tisch im Wohnzimmer zu decken. Mit einer weissen Tischdecke, Rosenblättern und einer einzelnen Rose auf ihrem Teller.
Mit Lichterketten und Kerzen, die ich angezündet habe, kurz bevor Louise geklingelt hat, erstrahlt das Zimmer in einem romantischen Ambiente, wie es fast kein Restaurant der Welt hätte besser machen können.
“Max..”, Ihre melodische Stimme lässt mich erschaudern. “Setz dich. Das Essen ist fertig und danach .. möchte ich dir etwas sagen.” Mit einem sanften Lächeln deute ich in meine Wohnung.
Kurz sehe ich ihr nach, als sie diesen Weg tatsächlich einschlägt. Mit einer Hand greift sie nach der Rose, schnuppert leicht daran.
Und ich, ich habe das Gefühl, mich erneut in sie zu verlieben.
Damit ich nicht noch das Sabbern anfange, entschließe ich mich dazu, mich in die Küche zu verziehen. Die letzten Vorbereitungen treffen, bevor ich ihr das Essen servieren kann.

Nur hin und wieder reden wir miteinander, erkundigen uns danach, wie die jeweilige Zeit nach unserem letzten Treffen verlaufen ist. Und falls doch einmal Stille herrscht, empfinde ich sie nicht als unangenehm.
Vieler Worte bedarf es in diesem Augenblick eh nicht, immerhin werde ich später noch genug reden.
“Ich hätte nicht gedacht, dass du so ein guter Koch bist.”, gibt sie wenig später ehrlich zu. Verlegen blicke ich sie an.
“Meine Großmutter hat mir einiges beigebracht. Ihr verdanke ich meine geheimen Kochkünste, die sonst kaum jemand zu Gesicht bekommt.”, erwidere ich schmunzelnd, nehme einen weiteren Schluck aus dem Glas Wein.
“Ich fühle mich geehrt, sie gezeigt bekommen zu haben.”
Ihre Antwort lässt mich erneut lächeln.
“Was hälst du davon, wenn wir es uns auf der Couch etwas gemütlicher machen. Ich .. muss dir außerdem noch etwas sagen.”
Allein, als ich sie darauf hinweise, erhöht sich meine Nervosität ein weiteres Mal. Ihr Nicken nehme ich zum Anlass, mich zu erheben.
Nachdem ich Louisa gebeten habe, bereits auf der Couch Platz zu nehme, räume ich in Windeseile den Tisch ab.
Erst nach etwa zehn Minuten lasse ich mich mit meinem Glas Wein neben ihr nieder.
“Worüber möchtest du denn reden?”, fragt sie direkt nach, hält ihr eigenes Glas mit einer Hand fest.
Sofort spüre ich meinen eigenen Herzschlag tief in meiner Brust. Fast habe ich das Gefühl, mein Herz würde ihr direkt vor die Füße springen oder sie könnte hören, wie laut es gerade schlägt.
“Weißt du Louisa, wir kennen uns schon ein paar Monate. Jedes Treffen mit dir hätte nicht schöner sein können. Ich möchte .. den heutigen Tag nutzen, um dir etwas zu gestehen, dass ich schon bei unserem letzten Treffen habe sagen wollen.”
Leise erklingt meine Stimme und doch merke ich selbst, wie nervös ich gerade klinge.
“Es muss dich sehr nervös machen.”, entgegnet sie direkt, was mich schon wieder zum Schmunzeln bringt.
Scheinbar bin ich wirklich wie ein offenes Buch für sie.
“Ja. Ja, schon. Ich hoffe einfach, dass du .. naja, dass du es genauso siehst wie ich und ich mich jetzt gleich nicht vollkommen zum Deppen mache.”, antworte ich mit einem leisen Lachen, wende meinen Blick zu ihr.
“Das weißt du erst, wenn du es aussprichst.”
Ihre Antwort lässt mich leise lachen, bevor ich ihr zustimme.
Einen Arm ausstreckend stelle ich mein Glas Wein auf dem Tisch ab, nehme Louisas Glas, um es ebenso abzustellen.
Mit einem weiteren Lächeln ergreife ich eine ihrer Hände. Kurz hole ich tief Luft, bevor ich endlich zu reden beginne.
“Ich geniesse deine Nähe sehr. Ich vermisse dich, wenn du nicht bei mir bist. Ich denke an dich, wenn du nicht da bist. Ich träume von dir, wenn du nicht neben mir liegst. Ich möchte abends neben dir einschlafen, dich die ganze Nacht festhalten und am nächsten Morgen als erstes dein wunderschönes Lächeln sehen.
Ich möchte mit dir zusammen sein, Louise. Ich liebe dich!”, Mit dem Daumen streiche ich liebevoll über ihre Hand hinweg, habe aber dennoch fast schon Angst vor ihrer Reaktion. Meinen Blick habe ich inzwischen auf unsere Hände gesenkt.
Im ersten Moment herrscht tatsächlich Stille in meinem Wohnzimmer, bevor ein leises Schluchzen zu hören ist.
Etwas irritiert sehe ich sie an. Mit der freien Hand streiche ich Louise kurz über die Wange hinweg.
“Habe ich etwas falsches gesagt?”, frage ich unsicher nach, bekomme direkt ein Kopfschütteln zurück.
“Es.. hat noch noch nie jemand so etwa schönes zu mir gesagt.” Flüsternd erklingt ihre Stimme, bevor sie endlich lächelt.
“Ich liebe dich auch, Max. Ich möchte mit dir noch viel mehr erleben, als diesen Tag.”
Die Antwort, die sie mir gibt, lässt mein Herz erneut schneller schlagen. Kurz streichele ich erneut über ihre Wange hinweg, bevor ich mich etwas zu ihr beuge, um ihr einen sanften Kuss auf die Lippen zu hauchen.
Und noch bevor sich unsere Lippen richtig berühren, weiß ich, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe.
Für meine Gefühle.
Für die Liebe.
Für Louisa.



Kommentare:

  1. Du schreibst soo gut. *_* Mein Beitrag kommt am Donnerstag. ❤️

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  2. Ach, das hast du so schön geschrieben! Als wäre man dabei! Richtig toll. Finde es auch besonders originell dass du aus der Sicht von dem Mann geschrieben hast. Nur tat die arme Luisa mir etwas Leid, dass sie Mitte Februar in ihrem kurzen Kleid und Pumps auf dem Balkon essen musste, aber vielleicht stand dort ja ein Heizpilz :D

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  3. Hallo Melanie, wirklich eine wunderschöne Geschichte, die (wenn man an sowas wie eine Essenz des Valentinstags glaubt), genau diese im Kern eingefangen hat: tiefe Liebe, ein Wirrwar der Gefühle und den Wunsch, zu jemandem gehören zu wollen <3
    Ich fand deinen Beitrag zu unserer Kooperation wirklich wunderschön und mache mich sofort ans Verlinken deines tollen Beitrags :-)

    Liebsten Gruß,
    Ela

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  4. Wow, richtig gut geschrieben! Mich hat die Geschichte auf jeden Fall gefesselt und ich wollte wissen, wie sie ausgeht :) Bin leider selbst auch nicht so für den Valentinstag zu haben und muss mir langsam echt mal Gedanken machen, worüber ich bloggen werde :D

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  5. Hallu meine Liebe,
    wirklich eine klasse Idee eine Geschichte zu diesem Tag zu schreiben.
    Ich wünsche ich könnte auch so schön schreiben wie du.
    Du hast wirklich richtif Talent!❤️

    Sanja von https://made-by-sanja.blogspot.com

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  6. Die Geschichte ist wunderschön *_* Finde ich wirklich super geschrieben :).

    Vielen dank meine Süße <3 Es freut mich riesig, dass es dir gefällt :)

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